Die Sache mit der richtigen Ernährung (2) – BARF und Nassfutter

B.A.R.F
Die meisten Hundehalter die B.A.R.F.en ( „Biologisches Artgerechtes Rohes Futter“), schwören auf diese Art der Hundefütterung. Hier werden rohes Fleisch, Knochen, Kohlenhydrate, Obst, Gemüse und verschiedene Öle verfüttert. Dies ist wohl ohne Zweifel die Methode, die der Fütterung des Wolfs am ehesten entspricht. Alles was gefüttert wird ist natürlich und sogar viele Hunde mit Allergien und anderen Krankheiten werden so ihre Beschwerden los. Auch können die meisten Hunde das rohe Fleisch viel besser verwerten als Industriefutter. Es findet sogar eine Phase der „Entgiftung“ statt und man merkt nach wenigen Wochen wie gut es seinem Vierbeiner tut, Futter ohne chemische Zusätze zu bekommen. Viele berichten von weicherem Fell, weniger Kotabsatz und einem agilerem Hund. Außerdem kann man – wie beim Trockenfutter – das Fleisch online bestellen oder vom Schlachter seines Vertrauens beziehen.

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Jedoch sollte man hier nicht „einfach irgendwie“ beginnen seinen Hund umzustellen, denn hier gibt es viel zu beachten. Man braucht eine große Gefriertruhe und für den Anfang etwas Lektüre um zu lernen (an dieser Stelle kann ich die Broschüren von Swanie Simon empfehlen), welche Vitamine der Hund aus welchen Stoffen zieht und welche Organe man anteilmäßig mit etwa wieviel Prozent füttern sollte.
Wer einfach wild drauf los füttert, hat irgendwann einen über- oder unterversorgten Hund und somit möglicherweise auch Schäden an Knochen und Organen zu fürchten.
Auch ich habe schon Erfahrung mit dieser Fütterungsmethode gemacht und fand es trotz Aufwand sehr interessant, das alles zu lernen. Es sollte aber auch erwähnt werden, dass einige Hunde zu Beginn mit Durchfall zu kämpfen haben oder das Fleisch nicht fressen wollen, weil sie es schlicht nicht gewohnt sind. Es ist also Durchhaltevermögen gefragt.
Allerdings ist diese Methode nichts für zart besaitet, denn es muss oft auch Fleisch portioniert, Blut gefüttert und Knochen aufgetaut werden. Es ist eben aufwändiger und je nach Hund teurer als die Fütterung mit Trockenfutter. Für Lana und Maila habe ich hier etwa 100-120€ monatlich ausgegeben, wenn beide zusammen etwa 1,5kg Fleisch täglich bekommen.

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Hier noch eine Liste von Shops, wo man Fleisch online bestellen kann:
www.frostfutter-perleberg.de
www.das-tierhotel.de
www.barfers-wellfood.de
www.tackenberg.de

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Nassfutter

Eine gute Alternative zu Beidem ist das Nassfutter. Man muss es nicht kühlen, es ist portionierbar und trotzdem besser transportabel als Rohfleisch. Viele Hunde fressen es durch den intensiven Geruch lieber und auch der Körper wird ausreichend mit Flüssigkeit versorgt. In den meisten Nassfuttersorten ist recht viel Fleisch enthalten und es ist definitiv natürlicher als Trockenfutter.

Ein großes Minus ist hier allerdings der meist hohe Preis für gute Qualität. So müsste ich bei einer guten Marke teils mehr als 200€ an Futterkosten monatlich für Lana und Maila zahlen. Das liegt vor allem daran, dass die Futtermenge oft sehr hoch ist und ich für meinen Teil oft das Gefühl hatte, besonders Lana wird nicht satt obwohl sie mehr als 1200g täglich frisst.
Mit der Zeit macht einem (besonders bei großen Hunden) die Masse an Müll zu schaffen.
Auch gibt es hier gesundheitliche Bedenken. Es wird gesagt, dass Zahnstein entsteht, wenn nur Nassfutter gegeben wird. Besonders ältere Hunde, die immer nur Trockenfutter gewöhnt waren, sind nur sehr schwer auf Nassfutter umzustellen weil sie durch die zusätzliche Flüssigkeit schnell Durchfall bekommen.

Ein gutes Nassfutter erkennt man an:
– dem Fehlen von Zucker, Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern
– wenigen Synthetischen Zusatzstoffen sondern Vitaminen natürlichen Ursprungs
– die Einzelkomponenten wie Fett, Sehnen und Fleisch sollten erkennbar sein (eckige Stücke weisen auf Formfleisch hin. Dieses ist aus minderwertigem Fleischabfall zusammengepresst worden)
– auch hier wieder keiner oder einer guten Kohlenhydratquelle sowie Obst und Gemüse
– es sollte auf Bindemittel wie Cassia Gum verzichtet worden sein.
– Rohprotein 9-13%
– Rohfett mindestens 7% (meiner Meinung nach so viel wie möglich da der Hund aus fett die meiste Energie zieht)
– Rohasche unter 2%
– Wasser 70-75%

Gute Futtermarken sind:

– Terra Canis
– Lunderland
– Boos
– Hermanns Biofutter
– MAC`s
– Lukullus

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5 Gedanken zu „Die Sache mit der richtigen Ernährung (2) – BARF und Nassfutter

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