Würmer – Was kann man tun um vorzubeugen ?!

Besonders im Internet entsteht auf Plattformen und in Netzwerken, wo Hundehalter aufeinander treffen, angeregte Diskussionen über das Verhalten mit Wurmproblemen. Und genau damit möchte ich (Lea) mich heute auseinandersetzen.

Vorab einige Informationen: Es gibt verschiedene Arten von Würmern, die durch 2 Möglichkeiten in den Hundekörper gelangen können. Die einen – und das ist auch meistens der Fall – werden aufgenommen wenn der Hund etwas frisst, zB. Kot anderer Tiere oder tote Mäuse. Hierzu gehören Bandwürmer, Spulwürmer, Hakenwürmer und noch einige andere. Die anderen kommen über Parasiten in den Körper, wie z.b. der Fadenwurm. Die Symptome gehen von Verdauungsproblemen über Entzündungen im Körper bis hin zu lebensgefährlichen Infektionen die den kompletten Kreislauf eines Hundes außer Gefecht setzen können. Eine starke Verwurmung erkennt man bei Welpen an einem aufgeblähten Bauch. Bei erwachsenen Hunden kriechen nicht selten Würmer aus Körperöffnungen heraus – allerdings ist das nur bei starkem Befall so! Viele Hunde zeigen garkeine Symptome, weshalb man regelmäßig testen sollte.

In der „Hundegesellschaft“ gilt die Regel alle 3 bis 6 Monate zu entwurmen damit es Larven nicht möglich ist sich zu entwickeln. Diese Entwurmungskuren sind jedoch nicht präventiv! Das bedeutet, dass der Hund heute entwurmt sein kann, und morgen kann sich schon ein neuer Wurm einnisten. In den meisten Fällen sind auch nicht entwurmte Hunde über Jahre nie befallen. Man sollte also testen, bevor man entwurmt und dem Hundekörper so unnütze Chemiebomben ersparen. Die chemischen Inhaltsstoffe sind nicht nur für die Würmer Gift, sondern eben auch für den Hundekörper. Neben dem Magen-Darm-Trakt werden hierbei auch Leber und Niere angegriffen. Und das, wenn man dem Rat anderer folgt, alle 3 Monate.

Benji beim "staubsagen" ;)
Benji beim „staubsaugen“ 😉

Ich möchte diese Chemiekeulen meinem Hund nicht zu muten, wenn es nicht wirklich sein muss – also wenn er keinen Wurmbefall hat. Nach langer Recherche habe ich einen Weg gefunden, der uns bis jetzt nach fast 2 Jahren gemeinsames Leben wurmfrei gehalten hat. Anstatt alle 3 Monate zu entwurmen, gebe ich also alle 3 Monate eine Kotprobe die in einem speziellen Röhrchen über 3 Tage gesammelt wurde bei unserem Tierarzt ab. Dies kostet mich 13€ – günstiger als eine herkömmliche Wurmkur und besser für den Hund. Die Auswertung dauert 7-14 Tage. Außerdem versuche ich über die Ernährung von Benji ein für Würmer unschönes „Magen-Darm-Klima“ zu schaffen. Die meisten Würmer mögen Karotin nicht. Dieses kann man dem Hund einfach zuführen, indem er Karotten – vorzugsweise roh, ins Futter bekommt. Ich raspel dazu für Benji (38kg) 2-3 große Karotten klein und vermenge sie mit Hüttenkäse. Das ganze gibt’s 2-3x die Woche. Zudem bekommt er 1x die Woche einen Kausnack mit Fell. Das Fell „bürstet“ den Magen-Darm-Trakt aus und soll so angeblich verhindern, dass sich Wurmlarven einnisten können. Ob das nun stimmt, sei man dahin gestellt. Schmecken tut es auf jeden Fall! Immer wieder liest man, dass auch Kokosraspeln vorbeugen sollen. Warum das so ist, kann ich allerdings nicht sagen.

Liebe Hundehalter, ich appelliere an euch und euren menschlichen Verstand. Hört auf eure Hunde mit Chemie vollzupumpen wenn es nicht zwingend notwendig ist. Versucht lieber so wie ich, sinnvoll vorzubeugen und den Körper eures Hundes sauber zu halten.