Selbsttest der Aktion „Gelber Hund“

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Vor einiger zeit hatte Lea schon einmal etwas über die Aktion „Gelber Hund“ geschrieben. Wer noch nicht weiß, um was es geht schaut Bitte hier: https://hundhoch3.wordpress.com/2015/01/28/immer-ein-frage-des-respekts-gelber-hund/

Heute sind wir endlich dazu gekommen, bei dieser Aktion mitzumachen und zu testen, ob es etwas bringt und inwieweit man sie kennt. Es ging nämlich ins Hundeauslaufgebiet Grunewald. Lana war ein dankbares Testobjekt, auch wenn sie am Anfang das Schleifchen auf ihrem Rücken etwas verwirrte.

gelberhund

Lana ist kein „unsozialer“ Hund, sie hat lediglich ein Problem mit Hunden die ihre Körpersprache komplett ignorieren und sie dann bedrängen (sie zeigt sehr deutlich, was sie will und was nicht). Die meisten Artgenossen mag sie jedoch gern. Um die anderen macht sie ansonsten einen Bogen oder ich „rette“ sie aus der Situation. Besonders bei schwarzen langhaarigen Hunden weiß ich immer sofort, dass sie unsicher ist und sie darf natürlich ausweichen. Die Schleife sollte also helfen, selbst zu entscheiden wer an sie heran darf und wer nicht. So sollte (zumindest in der Theorie) deutlich gemacht werden, dass sie oft etwas mehr Abstand braucht und nicht von jedem Hund bedrängt werden möchte.

Für viele, die jetzt schreien „warum geht man mit einem „Gelben Hund“ ins Auslaufgebiet?“ ist hoffentlich klar, dass die Schleife nur ein Nachdruck dessen ist, was sich eigentlich unter Hundehaltern gehört. Nämlich Rücksichtnahme und das Achten auf die Körpersprache des eigenen Tieres. Und an dieser Stelle sei auch noch gesagt, dass auch in einem Auslaufgebiet nur Hunde von der Leine gelassen werden sollten, die abrufbar sind. Dementsprechend ist es auch nicht „Fehl am Platze“ oder „behindernd“ mit einer Schleife in ein Auslaufgebiet zu fahren, denn man sollte IMMER RÜCKSICHT nehmen, nicht nur auf der Straße! Sonst dürften ja alte oder kleine Hunde auch nicht in so eine Hundezone, denn auch diese brauchen Schutz vor Rowdys 😉

Mir war von Beginn an klar, dass diese Aktion nicht besonders bekannt sein würde. Trotz allem hatten wir einen sehr schönen Tag, auch wenn nicht wirklich klar war, ob überhaupt jemand den wir trafen jemals schonmal etwas von „Gelben Hunden“ gehört hatte. Lediglich zwei Männer fragten, was denn mit ihr los sei und welche Bedeutung die Schleife hat. Man sollte sich also nicht nur auf die Schleife verlassen, auch wenn es eine tolle Aktion ist. Für Hundehalter, die es ganz deutlich wollen ist also sicher ein gelbes Halstuch mit zB. „brauche Abstand“ sinnvoller, denn das kennt und versteht jeder.

Jedoch scheinen die Besucher des Grunewald allgemein sehr rücksichtsvoll zu sein und kein Hund bedrängte Lana. Selbst andere Hunde an der Leine die wir sahen, wurden nicht von anderen überrannt sondern man rief die eigene Fellnase zu sich, bis derjenige vorbeigegangen war.

Übrigens hat Lana sogar zwei neue Freunde gewonnen. Die beiden Windhunde begleiteten uns eine lange Zeit und von der ersten Sekunde an herrschte Harmonie.

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