Liebe Eltern….

Kuscheln <3

Liebe Eltern,

wir wenden uns mit einer Bitte an euch. Einer Bitte die uns Allen das Leben leichter machen und viel Ärger ersparen kann. Wir möchten euch vorab eine kleine Geschichte erzählen und vielleicht kommt ihr ja selbst darauf WARUM wir diesen Blogpost verfasst haben!

Benji ist ein hervorragender Familienhund
Benji ist ein hervorragender Familienhund

Stellt euch folgende Situation vor: Ihr habt einen Hund, ziemlich groß, aber auch ziemlich ängstlich. Ihr geht mit ihm bewusst in ein Sozialisierungstraining welches in einem Einkaufscenter stattfindet. Es ist für euren Hund immer noch der absolute Horror, dennoch wird es von mal zu mal ein Stückchen besser. Zu diesem Training gehört, dass euer Hund sich hinsetzt wenn ihr irgendetwas macht, bspw. an einem Stand etwas einkaufen. Ihr seid nun also in Gedanken, gerade am bezahlen und euer Hund sitzt brav neben euch, als ihr merkt dass er sich bewegt. Vor ihm hockt ein kleines Kind und streichelt ihn, einfach so.

 

 Die Eltern, die den Fehler entdecken können an dieser Stelle nun aufhören zu lesen. Ihr wisst worauf dieser Post hinaus laufen wird!
An alle anderen: Genau diese Situation ist uns passiert! Und dank des ruhigen Gemütes mit Kindern ist diese auch nicht eskaliert, sondern Benji hat es über sich „ergehen“ lassen bis ich es gemerkt und sofort abgeblockt habe, ABER was passiert wenn euer Kind auf der Straße an einen Hund kommt der solche Tätscheleien von fremden Kindern NICHT duldet? Wenn er knurrt, euer Kind das Signal nicht wahr nimmt und dann einfach weiter macht? Wie stark soll diese Situation eskalieren? Nicht nur das ihr euer Kind gefährdet, auch gefährdet ihr im schlimmsten Fall das Leben dieses Hundes. Bloß weil ihr eurem Kind nicht beigebracht habt das fremde Hunde tabu sind. Das auch sie eine Individualdistanz haben. Das auch sie ein Recht darauf haben in Ruhe gelassen zu werden. Das sie KEINE Kuscheltiere sind!

Benji mit seinem Mädchen!Die Folgen für den Hund können verheerend sein wenn er seine Individualdistanz schützen möchte. Im schlimmsten Fall zwickt er euer Kind, weil er nicht weiter weiß. Das kann so schnell passieren das man das als Halter, wie in der obigen Situation, gar nicht so schnell mit bekommt. Wer rechnet auch schon damit, dass einfach der eigene Hund angefasst wird.

Nun meine Fragen: Möchtet ihr verantwortlich dafür sein das eure Kinder körperlichen und/oder psychischen Schaden nimmt? Möchtet ihr verantwortlich sein, dass ein Hund seine Freiheit, sein Heim und wohlmöglich sein Leben verliert?

Bitte denkt das nächste mal an diesen Blogpost, wenn ihr eure Kinder auf fremde Hunde los lasst. Fragt den Besitzer zuerst, ob es okay ist wenn euer Kind sich nähert.

23 Gedanken zu „Liebe Eltern….

  1. Wie zwickt denn ein Hund? Ich denke ihr meint beißen, oder? Der Einsatz von Zähnen, egal wie doll, heißt beißen. Zwicken kann z.B. ein Mensch, dafür nutzt er Daumen und Zeigefinger.
    Es hilft leider nicht, das Symptom Beißen zu verharmlosen, denn damit wird auch die Ursache verharmlost. Der Hund beißt, weil er z.B. Angst vor Kindern hat. Wie doll der Hund beißt, das kommt auf den Grad der Eskalation an.
    Weitere Beispiele: Der Hund beißt den Tierarzt, weil der Hund nicht ausreichend erzogen (…) ist. Der Hund beißt Artgenossen, weil er nicht ausreichend geführt (…) ist.

    Ansonsten ist der Artikel aber gelungen.

    1. Hier wird m. E. ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet. Wortklauberei in meine AUgen.
      Meine Meinung Herr Effenbach: Thema verfehlt.

    2. Nein es heißt nicht beißen ich bin Mutter von mehreren Kindern und Frauchen von 3 Hunden Hunde benutzen ihre Zähne ja aber wenn sie nur kneifen damit wirst du außer ein paar rote stellen nix sehen das ist der sogenannte gebissen Kontakt .und im übrigen ich hätte die frage erweitert wollt ihr Mütter und Väter das andere eure Kinder antatschen doch wollen nicht denke ich bei uns sind die Hunde abgerichtet leben zuretten. Also Eltern denkt logisch euer Kind schikt ihr auch nicht einfach zu einem fremden Menschen oder etwa doch???????????.

    3. Der Hund ist unerzogen, wenn der den Tierarzt beißen sollte, weil er evtl. Schmerzen hat? Er ist nicht ausreichend geführt, wenn er Artgenossen beißen sollte? Woher stammen die Weisheiten?

      Ach ja, ein bisschen zu viel Rütter geguckt, der hat das mit dem Biss auch so erklärt.

      Wir können meinetwegen in gehemmten und ungehemmten Bissen unterscheiden, aber Zwicken/Kneifen (gehemmtter Biss) ist so die allerletzte Warnung vor einem richtigen Biss (ungehemmter Biss).

  2. Ich habe leider etwas vergessen:

    Es ist gar nicht möglich, dass ein Hund ein Kind beißt, wenn der Hundehalter um die Defizite seines Hundes weiß. Wenn ein Hund Probleme im Umgang mit Kindern hat, dann sollte der Hundehalter in der Öffentlichkeit ohne Unterlass wachsam sein. Nur so kann es zu keinen Beiß“unfällen“ kommen.

    Sollte sich der Hund im Training befinden, dann muss der Ort/die Situation so gewählt werden, dass es nicht zu Zwischenfällen kommen kann, die später bereut werden können.

    Die Schuld komplett auf die Eltern abzuwälzen kann nicht richtig sein. Ich hoffe wir sind uns einig, dass JEDER Mensch über dem Hund steht und so der eigentliche Schuldige im Hundehalter zu finden ist. Eine kleine Teilschuld trifft die Eltern dennoch.

    1. Hallo Herr Effenbach,

      ihre Argumentation beginnt durchaus schlüssig und wäre in Teilen nachvollziehbar, jedoch gibt es einige kleine Definitions- und damit Verständnisprobleme hierbei.
      Zum einen wird Beißen hier nicht verharmlost, sondern nur darauf aufmerksam gemacht, dass markante Lebewesen einzig so ihre teils penetrantes Bedrängen abwehren können. Anderenfalls mag ich mir gerne von ihnen zeigen lassen wie ich meiner 50kg Hündin beibringe penetrantes Verhalten von Menschen mit einem Pfotendruck zu beenden, so wie sie es sicher würden wenn sich ihnen jemand unangebracht nähert.
      Ein Hund kann aufgrund seiner Physionomie nur mit dem Maul arbeiten… und es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen Beißen und dem angesprochenen „Zwicken“, recht sinnbildlich nämlich einige 100 N. Denn Beißen ist nicht gleich „Beißen“. Wenn ihnen jemand die Hand reicht quetscht er diese ja auch nicht, sondern drückt sie maximal.

      Trainingssituationen sind Lehrsituationen und dienen dazu den Lernenden etwas beizubringen. Sie können sicher auch kein Gedicht lernen wenn ihnen ständig jemand im Gesicht rumfummelt.
      Und selbiges zu rezitieren fällt mit und ohne Publikum auch sicher ihnen genauso leicht!

      Der Artikel sucht und definiert keinen „Schuldigen“…! Weder Eltern noch Hundehalter. Ihre eingeschränkte und , mit Verlaub, sehr arrogante Art, das Leben eines jeden Hundes unter das eines (Zitat) „JEDEN Menschen“ zu stellen ist leider sehr stereotypisch für die Gattung Mensch. Es tut mir leid dass sie diese einfache Regel des Lebens zur Akzeptanz eines jeden Lebens nicht beigebracht bekommen oder nur nicht verstanden haben.
      Jedes Leben auf diesen Planeten ist schützenswert… und eine Toleranz jedes Lebens sollte vor allem den intelligenten und auch überlegenen Gattungen inne sein. Werte die Menschen und auch die Menschlichkeit ausmachen.

      Akzeptanz und Toleranz sind hier gefragt und werden explizit angesprochen, zum Schutze ALLER Beteiligten.

    2. http://petasdogblog.blogspot.de/2010/03/wesenstests-oder-uber-das-wesen-von.html
      hier mal eine interessante Meinung zum Thema beißen (und wesenstest) 😉 deren Argumentation ich vollkommen verstehe und die hier auch gut passt. Bienen stechen, Pferde treten. Dort sagen die Eltern ihren Kindern dass sie vorsichtig sein müssen und es ganz normal ist wenn das Tier so reagiert? wieso nicht auch bei Hunden? da soll dann plötzlich nur das Tier und der Halter schuld sein? ich für meinen Teil denke dass es da immer zwei Parteien gibt.

    3. Ich kann mich der Meinung von Herrn Kober nur anschließen. Hier wird keinesfalls „Schuld“ auf jemanden abgewälzt.

      Liest man den Text genau so findet man den Schluss z.B. in dem Satz: „Bitte denkt das nächste mal an diesen Blogpost“. Hier wird also eine Bitte ausgesprochen. Das ist m. E. ziemlich eindeutig da es ja dort steht.

      Im Übrigen sind wir uns keinesfalls einig das jeder Mensch über dem Hund steht. Und Grosschreibung in einem solchen Text kann als schreien geduetet werden, dies ist in weiten Teilen des Internets gängige Deutung, gängige Praxis. Wieso schreien sie?

      Im Übrigen erinnert mich ihre Denkweise an unsere Gesellschaft in den 50ern. Dort wurde ein mittlerweile hochgeachteter Herr von Bülow, besser bekannt unter dem Namen Loriot aus der Stern-Kolumne geschmissen wurde weil er Hunde gezeichnet hatte die mit Ihren Menschen Gassi gingen.

    4. Ich spaziere mit meinem angeleinten Hund auf einem unbefahrenen Gehweg. Dabei nähert sich ein ca 7-8 jähriger Junge von hinten auf dem Fahrrad. Zumindest ich habe den Bengel nicht wahrgenommen, bis er im Vorbeifahren in das Krausefell meines Hundes fasst!! Es kommt wie es kommen muss: Mein Hund klemmt den Kleinen in den Unterarm – der Rest der Geschichte bedarf keiner weiteren Erläuterung ….
      Ich meine ich war wachsam, ich bezeichne diesen Vorfall auch nicht als Unfall sondern als unverzeihbare Dummheit seitens des Jungen und ich wälze die Schuld komplett auf die tobenden Eltern und ihr Kind.

  3. 1. Finde ich es ganz schön frech, dass du, Wolfram, davon ausgehst, dass wir uns alle einig seien, der Menach stehe über dem Tier. Dem widerspreche ich hiermit vehement! Warum auch? Weil es vor 2000 Jahren oder länger her irgendein Typ auf Pergament geschrieben hat und wir es aus der Bibel immer noch für bare Münze nehmen? In der Bibel steht auch, dass die Frau dem Mann unterlegen ist und das brauchen wir hier ja auch nicht diskutieren. Oder weil wir es können? Das ist kein Grund, den ich akzeptieren kann.
    2. Wälzt hier doch niemand die Schuld komplett auf die Eltern ab, sondern es wird darum gebeten, dass die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachkommen und ihre Kinder nicht einfach wildfremde Tiere anpacken. Bei unseren Pferden fragt jeder, ob er streicheln darf und jeder weiß, dass man nicht zu einem fremden Pferd in die Box geht, da es aus Angst treten könnte. Das bringt man Kindern schon früh bei und da verlangt auch keiner, dass ich als Pferdebesitzer ein Kindersicherungsschloss an die Pferdebox hänge. Man bringt doch auch seinen Kindern bei, fremde Menschen nicht einfach so anzupacken. Womit ich eieder beim Thema „Mensch über Tier“ wäre.
    3. Wie soll man denn sein Tier IMMER aus Situationen nehmen, wo ein Beißvorfall ausgeschlossen werden kann? Sollen wir unsere Hunde den ganzen Tag zuhause einsperren?
    Ich denke, es ist natürlich an beiden Seiten darauf zu achten; aber ich sehe den Blogeintrag als Plädoyer für mehr Achtsamkeit und Aufmerksamkeit darauf, dass ein Hund (wie jedes andere Tier auch) ein fühlendes Wesen ist, dass aus Angst auch mal den Fluchtweg beißen wählen kann.
    Außerdem können Hunde sehr wohl zwicken, Welpen lernen das sehr früh und es gehört zum Spielen und Raufen dazu. Ich könnte jetzt noch einen Roman schreiben, also hör ich jetzt auf und schreib einen eigenen Eintrag zu dem Thema, weil ich mich sonst hier nur aufrege. @hundhoch3: Ein sehr gelungener Beitrag und ich kann deine Fassungslosigkeit verstehen.

  4. @Nachtrag:

    Im Übrigen sind ihre Beiß-Beispiele viel zu oberflächlich und zu spät angesetzt in der Argumentation.
    ein Hund kann nur „beißen“ wenn man ihm nahe genug dafür kommt.
    Bleibt man dem Tier fern, kann es nicht beißen weil es sich keiner Lage ausgesetzt sieht in der es soi reagieren muss.

    Sicher gibt es viel zu viele Halter, die sich der Verantwortung dem Tier gegenüber nicht bewusst sind und auch kaum bis keineausreichende Erziehung vermitteln können. aber wenn ich einem angeleinten Hund fern bleibe kann der mich maximal anschauen, fixieren, bellen.
    Lessens learned: Ohne (provozierte) Situation, keine Eskalation.

  5. Sehr guter Artikel! Mir passiert es fast täglich, dass sich Menschen meinen Hunden ungewollt und ungefragt nähern. Zum Glück sind die in der Regel frei und können sich so der Situation entziehen. Aber dann gibt es diese unbelehrbaren Eltern, die meinen kleine süße Hunde dürfen von jedem einfach angetatscht oder gar hochgehoben werden. Da frag ich mich, ob da jeglicher gesunde Menschenverstand verloren gegangen ist. In der Regel passiert dann, was passieren muss, ich werde ziemlich unfreundlich und schimpfe dann das entsprechende Kind. Das finden dann wiederum die meisten Eltern sich so toll, weil ich ziemlich furcheinflößend sein kann wenn man mich ärgert. Aber eins ist auch klar, diese Kinder langen im Leben nie mehr wieder ungefragt einen fremden Hund an und wenn Eltern unfähig sind ihre Kinder dementsprechend zu erziehen müssen es halt Fremde tun. Für mich auch kein Problem. Ich hab meine Hunde schließlich auch so erzogen, dass sie nicht ungefragt fremde Menschen anschnüffeln oder anspringen, dann sollte das beim Menschen, der ja aufgrund seiner angeblichen Intelligenz ach so über dem Tiere steht ein Klacks sein ihm das beizubringen. Das das geht zeigt mein eigenes Kind. Die fragt heute noch immer erst ob sie den Hund streicheln darf. Gelernt ist halt gelernt. Und dafür sind die Eltern verantwortlich!

    1. Gut geschrieben Charlotte, trifft den Punkt. Und selbst wenn der Hund frei ist gibt es trotzdem immer noch genug Menschen und Situationen die einem das Leben schwer machen (wollen). Mein Berner war auch oft frei. Es gab mal eine Situation wo ein Kleinkind drauf zugerannt ist. Mein Hund hat dann ganz unspektakulär im letzten Moment einen kleinen Schritt beiseite gemacht, er ist ausgewichen. Das Kleinkind fiel auf die Nase. Tja was soll man da sagen. Ich musste innerlich schmunzeln, bei aller Liebe zu dem Kleinkind. Den Ärger der Eltern hatte ich natürlich an der Backe. Da war wohl jemand überfordert den wirklichen Wahrheitsgehalt der Situation zu sehen in dem Moment.

      Da kann man trotz aller Unschuld nur beschwichtigen. Tut man es nicht hat man irgendwann einen Maulkorbzwang, allein aufgrund der Häufigkeit der „Vorfälle“.

  6. Sehr guter Artikel und überhaupt nicht falsch zu verstehen.
    Um in dieser Richtung ein wenig mit zu helfen, also das Verständnis für Tier insgesamt , Haustiere und hier besonders Hunde, zu vermitteln besuche ich Ende dieses Monats ein Seminar des Deutschen Tierschutzbüros in Berlin.
    Danach bin ich gerüstet, in Schulen und Kitas den Kindern und hoffentlich auch einigen Eltern einfachste Verhaltensregeln gegenüber fremden Tieren näher zu bringen.
    Ich freue mich drauf und hoffe das ich meine Sache gut machen werde.
    Herzliche Grüße

  7. ganz ehrlich ? ich bin selbst halter von 2 hunden.der eine liebt ausser fremde männer alles. der andere mag überhaupt keine fremden. nur steht das meinen hunden leider nicht auf der stirm geschrieben. um den großen schwarzen machen die menschen einen riesen bogen, woher sollen sie auch wissen das gerade er derjenige ist,der völlig gechillt durchs leben rennt. der kleinere von beiden ist bei mir das „monster“ und sein niedlichkeitsfaktor ist sein puscheliges fell, welches auf kinder einen besonderen reiz ausübt. meine kinder wissen das fremde hunde tabu sind.das problem hierbei liegt aber das kinder oft impulsiv handeln ohne darüber nachzudenken ob es gefährlich ist und gerade eben deswegen, weil es von den eltern nicht gestattet wird. und jetzt kommen wir an den punkt wo es für mich als hundehalter oberste pflicht ist mein tier so zu sichern, das nichts passieren kann. nicht ich als halter habe darauf zu hoffen, das alle eltern dieser welt so denken wie sie, sondern eltern darauf das ich weiss wie mein tier reagiert. und deswegen trägt mein hund maulkorb erst recht im training. natürlich können sie auch abwarten das ihr hund schnappt, wobei es da noch den unterschied zwischen einer hand eines kleinen kindes und der eines erwachsenen gibtist und erst recht ob ich am ende der leine eine deutsche dogge oder einen chihuahua hängen habe. am ende können sie sich zu hundertprozent sicher sein, das sie im falle eines beissunfalles als hundehalter immer die A- Karte ziehen… 😉

    1. Wenn man nach dieser Argumentation geht dann sollten Hunde wohl am besten IMMER einen Maulkorb tragen?! Unser Benji war in der beschrieben Situation sehr wohl gesichert und das absolut ausreichend. Das Kind jedoch nicht – so drastisch es klingt, und ich bin selbst Mutter einer Tochter. Die Eltern waren nicht mal sichtbar für mich. Das fällt also eindeutig unter die Verletzung der Aufsichtspflicht. Ich kann als Hundehalter sicherlich mit allen Situationen rechnen, aber mich gegen jede zu wappnen, da wäre es wohl besser gar nicht mehr vor die Tür zu gehen.

  8. Klasse Artikel. Ich bin Hundehalter und Mutter von drei Kindern. Ich habe meinen Kindern immer beigebracht Hunde nicht ungefragt anzufassen und selbst wenn erlaubt nicht auf dem Kopf zu streicheln weil auch das als provokativ empfunden werden kann.
    Ich würde aber gerne anmerken, dass ich es bei einem Hund der ängstlich ist, und mit dem man sich für ein Sozialtraining in größere Menschenmassen begibt, für notwendig erachte, dass der Hund zu seinem eigenen Schutz einen Maulkorb trägt. Denn ob das Kind ungefragt den Hund angefasst hat oder nicht wird später bei einem Beissvorfall nicht relevant sein, leider.
    Außerdem ist ein Maulkorb mit dem richtigen Training nichts schlimmes und da er ja nur in speziellen Situationen getragen wird, bis das Training erfolgt zeigt, keine Dauerlösung.
    Es geht nicht darum, dass ich denke Sie hätten Ihren Hund nicht gut genug gesichert oder unter Kontrolle, sondern, wie selbst erlebt um das Fehlverhalten anderer und davor muss ich meinen Hund schützen und da das nicht zu 100% geht wenn man mal woanders hinschaut, müssen wir leider diejenigen sein die da ein wenig weiter vorrauschend sind.

  9. Maulkorb als Lösung?
    Das sind wirklich lieb gemeinte Anmerkungen und auch durchaus richtig wenn man die Problematik bei der Vermeidung von Eskalationen sehen möchte.
    Jedoch kommen hier noch weitere Punkte hinzu, die leider nicht ganz ausser Acht gelassen werden sollten, meiner Meinung nach.
    Zum einen ist, soweit ich es verstanden habe, eine Trainings- oder beser Lernsituation dargestellt worden in der das liebe Wuffelchen vor allem mit den Menschen um sich herum klarkommen… und sich daran gewöhnen soll. Hunde lernen und begreifen komplett Situationsbedingt. Alle äusseren Einflüsse werden mit aufgezeichnet. Ein Maulkorb kann (bei dem dann wohl recht fortgeschrittenen Lernzyklus) eher nachteilig sein, da die situation dann immer mit Maulkorb registriert wird.
    Zum zweiten ist es nicht die Sache einer ungenügenden Sicherung des Hundes sondern die Mangelnde Akzeptanz und Aufmekrsamkeit der Mitmenschen… im Speziellen rücksichtsloser Eltern die ihren Nachwuchs nicht im Blick geschweige denn unter Kontrolle haben und so unbeteiligte bereits im Vorfeld rechtlich benachteiligte Wesen in kompromitierende Situationen bringen.
    Sicher kann ein Maulkorb die Eskalation eines Vorfalls entschärfen… aber wenn der für sich ggf. zum Spiel aufgeforderte oider bedrängte Hund das Kind umschubst… ist es ein gewerteter Angriff. fasst das Kind evtl. sogar durchs Gitter in den Maulkkorb, werden ebenfalls Hund und Halter dafür zur Rechenschaft gezogen.
    Wie man es dreht und wendet… Hund und Halter sind im Nachtreffen… durch die Achtlosigkeit der Erziehungsverpflichteten!!
    Lessons learned: Spinnen wir das weiter, ist man dann nur sicher wenn man ohne Hund in die Öffentlichkeit geht!?

  10. Hallo erstmal…
    Ich möchte mich in diese Debatte garnicht so weit reinhängen, weil ich wenig Ahnung von Hunden habe, allerdings hab ich Kinder! 2 und die finden alle Tiere toll und haben wenig berührungsängste. Katzen kenn ich gut und hab Ihnen ( den Kids) beigebracht wie sie sich einer fremden Mieze nähern können. Bei Hunden pfeife ich meine Kids, immer zurück und erläutere ihnen warum, und das der Zugang zum Tier immer erst über den Halter geht z.b. Über die Frage : darf ich den streicheln?
    Und ich muss leider sagen, dass scheinbar mind. 80 % aller Hundebesitzer einen Überwachungssystem / Schaltzentrale im Hirn ihres Tieres ( ungeachtet der Größe und Statur) zu haben scheinen, da fast immer die Antwort kommt… Der tut nix… Der würde niiiiieeeee beißen !!!
    Der will nur spielen.. Oder unverschämte Aussagen wie… Der beißt nicht der hat schon gefrühstückt … Wohlgemerkt gegenüber einem 7 jährigem!
    Bei ner Katze kann es auch unangenehm werden.. Steht außer Frage… Aber bei einem Rottweiler, Schäferhund, Boxer, Dobermann, unangeleint und unerzogen im Wohngebiet wo Kinder auf der verkehrsberuhigten Zone spielen… Was könnte allespassieren?????
    Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren. Aber bevor hier ausgeholt wird gegen Leute, die es bestimmt gibt und als Eltern so agieren, sollte vielleicht erstmal an die „anderen Hundehalter“ in den eigenen Reihen appellieren und gefühlt sind die für mich in der Mehrheit..nur fällt einem das als Hundebesitzer von einem Hund der niiiiieeee Beißen würde natürlich nicht so auf…
    Sorry … Auch für die rechtschreibautokorrektur! 😉

    1. Hallo Jazzy,

      danke für deinen Beitrag (wenn er auch nicht wirklich Teil dieses Posts ist) und wir können dir auch wirklich nur zu stimmen. Der Respekt fehlt ja schon unter den Hundehaltern unter sich (was auch auf unserem Blog schon Thema war) und anderen Menschen gegenüber erst Recht. Die meisten Menschen (egal ob mit oder ohne Hund) gehen einfach mit sehr viel Egoismus und Selbstgefälligkeit durch die Welt. Uns selbst bleibt allerdings nur die Möglichkeit nach dem „Hundeknigge“ zu leben und ich denke das gelingt uns auch ganz gut. Und auch sagen und ermahnen wir Leute, wenn wir der Meinung sind sie tun was unrechtes. Allerdings interessiert es diese Menschen zu 99% nicht. Stattdessen müssen wir uns Beleidigungen anhören oder es wird nach unseren Hunden getreten usw.. Ich hoffe du beurteilst unseren Blog nun nicht ausschließlich nach diesem einen Post. Wenn du dich umschaust wirst du merken, dass wir sehr bewusst mit unserer Verantwortung Hund umgehen.

      Lg

  11. Hatte vor einiger Zeit ein sehr positives Erlebnis. Uns, mein Hund und Ich, kam eine Kindergartengruppe im Wald entgegen. Meinen angeleinten (sehr verträglichen, kinderlieben Hund) wollten einige Kinder streicheln. Die Erzieher schritten dagegen ein und machten aus der Begegnung einen kleinen Unterricht. Jedes Kind das meinen Hund streicheln wollte mußte mich vorher fragen ob das auch erwünscht wäre. Erst dann durften sie an den Hund heran. Ausserdem durften sie mir alle möglichen Fragen zu Hunden stellen. Fand das von dern Erziehern eine gute Sache.

    1. So muss das sein! Benji sitzt auch jeden Mittwoch bei meiner Tochter mit auf dem Schulhof und die Kinder lernen durch die Hortner und mich den richtigen Umgang mit dem Hund. Sowas ist absolut vorbildlich und sollte mehr praktiziert werden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*