Kopfarbeit: Leckerlie-Suche

11141172_978555855512580_1807575301084683685_n

In nächster Zeit wird es eine neue Reihe mit dem Thema Kopfarbeit für unsere Vierbeiner geben. Denn leider gibt es immernoch zu viele, die denken wenn sie ihren Hund jeden Tag mit Ballspielen, Radfahren o.ä. Körperlich bis zur Erschöpfung auslasten reicht das. Allerdings klappt das so nicht mit allen Hunden.

Viele Hunderassen, die heute als Familienhunde gehalten werden, waren früher Arbeitshunde und brauchen eine Aufgabe, um glücklich zu sein. So waren früher z.B. Bordercollies zum Treiben von Herden oder Labradore zum helfen bei der Jagd da. Heute fallen diese Aufgaben in unserer Gesellschaft leider immer mehr weg und die Hunde entwickeln so schnell „Macken“, weil sie geistig unausgelastet sind. Deshalb werde ich in den kommenden Wochen einmal ein paar Übungen zusammenfassen, die man immer mal wieder zwischendurch mit seinem Hund üben kann, um seine Grauen Zellen anzuregen. Schnell werdet ihr merken, dass es nicht nur für den Hund spaßig ist, etwas neues zu erlernen!

Hier also ein paar allgemeine Tipps zum Beginn:

  • die Übungen sollten in einer ruhigen Atmosphäre ohne Hektik oder Druck stattfinden, und auch man selbst sollte viel Geduld haben. Manche Hunde brauchen etwas länger, um zu verstehen was man von ihnen will. Das bedeutet nicht, dass der Vierbeiner dumm ist! Man sollte also mit leichten Übungen beginnen und den Schweregrad steigern.
  • die Trainingszeiten sollten nicht zu lang sein und sich immer nach der Lust des Hundes richten. Wenn ich also merke, dass meine Hunde keine Lust mehr haben, mache ich eine Pause oder verschiebe das Training auf morgen.
  • auch ist es ratsam, wenn jede Übungseinheit mit einem positiven Erfolg für den Hund endet, zB. Wenn er gerade etwas neues verstanden hat oder sich so ein Leckerlie erarbeiten konnte.

2015-05-01 15.39.29

Die Leckerlie-Suche

Die Leckerlie Suche sollte anfangs in nur einem Raum der Wohnung gespielt werden, da drinnen die Ablenkung am geringsten ist. Später kann sie auch auf mehrere Räume ausgeweitet werden oder auch auf Balkon, Garten o.ä. stattfinden. Sie ist für mehrere Hunde geeignet, allerdings sollte dann darauf geachtet werden, dass es „fair“ zugeht.

Das Spiel besteht darin, dass der/die Hunde versteckte Leckerlies im Raum aufstöbern sollen. Dazu müssen zuerst einmal alle anwesenden Hunde den Raum verlassen. Sobald sie aus dem Sichtfeld sind, beginnt man nun, besonders gut riechende Leckerlies im Raum zu verteilen, zB. In Ecken, hinter Tischbeinen usw. Dann kann der Vierbeiner reingelassen werden und das Spiel wird mit einem Markerwort begonnen (z.B. „Suchen“) Anfangs sollten die Leckerlies recht offensichtlich zu finden sein, bis der Hund verstanden hat, dass er sie im ganzen Raum suchen soll. Später kann man dann den Schweregrad erhöhen. Allerdings sollte das Futter immer dort liegen, wo der Hund logischerweise auch mit der Schnauze ran darf.

Hat man mehrere Hunde, sollte man immer darauf achten, dass der Finder auch das Leckerlie bekommt, damit er ein Erfolgserlebnis hat. Lana und Maila macht dieses Spiel unheimlich Spaß. Wir spielen es immer etwa 30 Minuten pro Durchgang etwa einmal wöchentlich.

5 Gedanken zu „Kopfarbeit: Leckerlie-Suche

  1. Das ist wieder ein super Bericht und interessant. Das ist genau, was ich immer gesucht hab, da ich in der Sache sehr phantasielos bin. Werde es am Wochenende direkt ausprobieren, hoffe klappt mit Sally.
    Freue mich schon rießig auf den nächsten Beitrag von Dir!
    Bis dahin und lieben Dank für die Tips!

  2. Die Leckerlie- Suche ist auch eines meiner Lieblingsspiele, da ich sehe wie viel Spaß es meiner kleinen macht. Sie danach so ausgepowert und zufrieden zu sehen, macht auch mich glücklich 🙂 Bald ziehen wir in eine neue Wohnung und dann wird das Spiel neu eröffnet….hier kennt Mina schon alle Verstecke. lg

    1. Na was wir draußen z.b. auch gerne mal machen: Einfach mal ne Hand voll Leckerli durch die Luft schmeißen. Da haben die Hundis immer gut zu tun wenns ins Gras fällt. Lg

      1. Ahhh coole Ideee …hast Du Tipps für Kopfarbeit für zu Hause? Bin immer so phantasielos in dieser Richtung. Sally ist allerdings eine, die etwas schwieriger ist. Wenn ich was machen möchte, was sie nicht kennt, ist sie so verunsichert, daß sie unter sich macht. Auch in der Wohnung, alkerdings,nur dann. Versuche immer, daß sie sich auf dem Teppich sich hinlegt, damit ich ihr Leckerchen oder ähnliches auf oder Millimeter vor die Pfoten wegen kann und sie sie da liegen lassen muss bis ich ok gebe, aber da scheitert es schon am hinlegen. Sie läuft dann wie vergesteuert um mich rum, macht alles, nur kein „Platz „.obwohl sie sonst super hört, wenn ich sag Lege Dich hin.
        Oder:. Leckerchen unter Plastikbecher, für Anfang Drücke rausgucken lassen und sie muss suchendlich unter welche das Leckerchen ist. Habe das Gefühl, sie kapiert nicht was ich meine lach so fühlt sich der Blick an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*