Man bekommt nicht den Hund den man will, sondern den Hund den man braucht!

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Dieser Spruch verfolgt mich nun schon seit einigen Monaten. Er passt so wunderbar auf Lana, Maila und mich dass ich heute unbedingt mal über ihn schreiben wollte. Ich denke, auch nicht-Cesar-Millan-Fans können mal in sich gehen und über diesen Spruch nachdenken.

Ich wollte einen kleinen Hund. Am Besten einen Jack Russell. Eben einen, den man beim Zugfahren stressfrei in eine Tasche setzen kann.
Ich wollte einen älteren Hund. Aus Angst als Anfänger mit der Erziehung nicht klarzukommen.
Ich wollte einen Rassehund, der gesund ist. Aus Bedenken heraus, mögliche Kosten eines schwerkranken Tieres nicht gewachsen zu sein.
Ich wollte einen Hund, der Wesensfest ist und auch Fremden freundlich gegenüber tritt. Einen Hund, der auch mit neuen Stuationen perfekt klarkommt.
Ich wollte einen Hund, der überall frei laufen kann ohne dass Menschen Angst vor ihm haben. Einfach einen, der nicht groß auffällt.
Wenn es irgendwann mal einen Zweithund geben sollte, dann einen ebenso kleinen und vor allem schon erzogenen.
Am Besten einen Rüden.

21703_776982182400626_8860732599542402982_n…und dann kam Lana.
Lana ist ein Pitbull-Mix mit 27 Kilo.
Lana kam mit 8 Wochen zu mir. Es hätte keinen leichter erziehbaren Welpen als sie gegeben. Sie war vermutlich perfekter für mich als Anfänger geeignet, als jeder Secondhand-Hund.
Lana ist ein Mischling und dazu noch sehr krank. Trotzdem schaffen wir es immer irgendwie, klar zu kommen. Ich habe gelernt dass es Lebewesen gibt, die einem wichtiger sind als neue Schuhe oder Konzertkarten.
Lana hat so einige Angstprobleme. Ich musste lernen, sie zu schützen und offener in neue Situationen hineinzugehen. Vorher hätte ich mich nie getraut, Fremden gegenüber meinen Freiraum zu verteidigen und auch offen meine Meinung zu sagen.
Lana fällt auf der Straße nahezu immer auf. Als „Kampfhundhalter“ werde ich oft abgestempelt. Ich habe begonnen, so etwas zu überhören oder ggf. etwas gegen Anfeindungen zu sagen.

10407609_569457169822260_5387253080358423988_n…und dann kam Maila.
Maila hat mir in den ersten Monaten charakterlich wirklich die Schuhe ausgezogen. Ich musste lernen, mich durchzusetzen und zu akzeptieren, dass es auch Hunde gibt die nicht so einfach erziehbar sind wie Lana. Trotz allem ist sie der freundlichste, offenste und dusseligste Hund den ich kenne. Sie hat mir beigebracht, Kontakt zu Fremden zu knüpfen und meine Schüchternheit gelegentlich abzulegen.

Auch wenn ich komplett andere Hunde wollte, habe ich genau die bekommen die ich brauchte. Es ist unglaublich, wie Tiere einen verändern können. Ich bereue nicht, dass die beiden in meinem Leben sind und würde es auch niemals Rückgängig machen, wenn ich es könnte.

Habt ihr auch Hunde, die ursprünglich ganz anders sein sollten als sie es jetzt sind? Wir freuen uns auf Eure Erfahrungen.

2 Gedanken zu „Man bekommt nicht den Hund den man will, sondern den Hund den man braucht!

  1. Ohh ja!!! Vorgestellt hatte ich mir das ganz anders… zwar wollten wir einen Landseerwelpen und den haben wir dann auch bekommen, aber was alles auf uns zukommt war nicht so in meinen Vorstellungen…

    Liebe Grüße Vicyk

  2. Oh ja, ich bin sooo beruhigt, dass es nicht nur mir so geht. Meine Vorstellung von MEINEM Hund war definitiv eine ganz andere. Aber ich liebe den kleinen Terror-Teddy über alles 🙂 schöner ehrlicher Artikel.

    Liebe Grüße Alex und Micky

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